Die regelmäßige Thermenwartung ist in Österreich nicht nur eine Frage der Sicherheit und Energieeffizienz, sondern auch rechtlich geregelt. Spätestens seit der Wohnrechtsnovelle 2015 ist klar festgelegt, wer für die Wartung, die Reparatur oder den Austausch einer Therme verantwortlich ist. Hier erfahren Sie alles Wichtige, von den rechtlichen Pflichten bis zu praktischen Tipps.
Was die Wohnrechtsnovelle 2015 für Mieter bedeutet
Mit der Wohnrechtsnovelle 2015 wurden die Zuständigkeiten rund um Thermen, Warmwasserboiler und andere Wärmebereitungsgeräte klar geregelt. Die Regelung gilt für Mietwohnungen, in denen die Therme mitvermietet wurde, also vom Vermieter zur Verfügung gestellt wird.
Wann gilt eine Therme als mitvermietet?
Eine Therme gilt als mitvermietet, wenn sie bereits bei Mietbeginn in der Wohnung vorhanden war und vom Vermieter zur Verfügung gestellt wurde. Hat der Mieter die Therme selbst angeschafft oder vom Vormieter gegen Ablöse übernommen, kann die Lage anders sein.
Pflichten des Vermieters
Bei einer mitvermieteten Therme ist der Vermieter verpflichtet, für Reparatur oder Austausch aufzukommen, wenn das Gerät defekt ist.
Für welche Verträge gilt die Regelung?
- Für Wohnungen im Voll- und Teilanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG) sowie für Genossenschaftswohnungen (WGG)
- Auch für Mietverträge, die vor 2015 abgeschlossen wurden
- Seit dem 1. Jänner 2015
Wartungspflicht für Mieter
Die laufende Thermenwartung bleibt Aufgabe des Mieters. Das bedeutet: Der Mieter muss die regelmäßige Wartung beauftragen und bezahlen. Wird sie vernachlässigt und entsteht dadurch ein Schaden, kann der Vermieter einen Teil der Kosten vom Mieter zurückverlangen.
Tipp: Sammeln Sie alle Wartungsprotokolle. So können Sie im Schadensfall nachweisen, dass Sie Ihrer Wartungspflicht nachgekommen sind.
Warum eine regelmäßige Wartung so wichtig ist
Eine gewartete Therme ist sicherer, effizienter und langlebiger. Dazu kommen weitere gute Gründe:
Sicherheit
Eine schlecht gewartete Gastherme kann durch Abgase wie Kohlenmonoxid gefährlich werden. Regelmäßige Wartung schützt Sie und Ihre Familie.
Funktion
Eine gewartete Therme läuft stabil und fällt seltener aus. So bleiben Heizung und Warmwasser verlässlich verfügbar, gerade im Winter.
Energieeffizienz
Saubere Brenner und optimal eingestellte Geräte senken den Gasverbrauch und damit die Heizkosten.
Rechtliche Pflicht
Gasgeräte müssen nach den Vorgaben des Herstellers von befugtem Fachpersonal gewartet werden. Laut Stadt Wien gilt ohne Herstellerangabe üblicherweise ein Intervall von zwei Jahren. Im Mietrecht ist die Wartung Sache des Mieters.
Wie oft muss eine Therme gewartet werden?
Als Faustregel gilt: in der Regel alle zwei Jahre, viele Fachbetriebe empfehlen einmal jährlich, besonders bei älteren Geräten.
Die genauen Intervalle hängen vom Hersteller ab. Die Angaben finden Sie in der Bedienungsanleitung oder im Wartungsheft.
Empfehlung: Lassen Sie die Wartung außerhalb der Heizsaison durchführen, damit eventuelle Reparaturen rechtzeitig erledigt werden können.
Wer zahlt im Schadensfall?
- Mieter: zuständig für die Wartung und die Nachweise
- Vermieter: verantwortlich für Reparatur oder Austausch einer defekten mitvermieteten Therme
- Wichtig: Hat der Mieter die Wartung vernachlässigt und ist der Schaden dadurch entstanden, kann der Vermieter einen Teil der Kosten zurückverlangen. Er muss das aber nachweisen.
Was kostet eine Thermenwartung in Wien?
Die Kosten hängen vom Gerätetyp und der Anlage ab. Bei uns liegt eine Thermenwartung in Wien in der Regel zwischen 150 und 250 Euro inklusive Anfahrtspauschale. Müssen Verschleißteile getauscht werden, kommen die Materialkosten dazu.
Installateur Graf bietet auch einen Wartungsvertrag an, damit Sie keinen Termin vergessen.
Was umfasst die Wartung?
Ein professionelles Service beinhaltet unter anderem:
- Reinigung von Brenner, Wärmetauscher und Abgasweg
- Überprüfung von Abgaswerten und Dichtungen
- Kontrolle der Sicherheitseinrichtungen
- Optimierung der Geräteeinstellungen
- Ausstellung eines Wartungsprotokolls und Anbringen der Wartungsplakette
| Begriff | Bedeutung | Zuständig |
|---|---|---|
| Wartung | Reinigung und Funktionsprüfung | Mieter |
| Erhaltung | Reparatur oder Austausch defekter Geräte | Vermieter |
Wann erreicht eine Therme ihr Lebensende?
Eine Gastherme hält im Schnitt etwa 15 bis 20 Jahre. Danach empfiehlt sich oft ein Thermentausch auf ein modernes, energieeffizientes Gerät. Ist die Therme mitvermietet und defekt, trägt der Vermieter die Kosten für den Austausch.
Fazit: Thermenwartung ist Sicherheit, Pflicht und Ersparnis
Eine regelmäßige Thermenwartung in Wien ist keine lästige Pflicht, sondern schützt Sie, Ihr Zuhause und Ihren Geldbeutel. Mit einer gepflegten Therme vermeiden Sie Ausfälle, sparen Energie und erfüllen Ihre Pflichten als Mieter.
Tipp: Vereinbaren Sie Ihren Wartungstermin rechtzeitig im Sommer, damit Sie in der Heizsaison entspannt und sicher bleiben.
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Hinweis: Dieser Beitrag fasst die Rechtslage sachlich zusammen und ersetzt keine Rechtsberatung. Stand: März 2026.
