Ihre Therme verliert Druck, die Heizkörper bleiben kalt und das Display meldet eine Störung? Das ist ärgerlich, besonders mitten in der Heizperiode. Wenn die Heizung Druck verliert, lässt sich das Problem in vielen Fällen schnell beheben. Manchmal liegt ein Defekt vor, den ein Fachbetrieb beheben muss. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen mögliche Ursachen und Lösungen, erklären, welcher Druck richtig ist, wie Sie selbst Wasser nachfüllen und wann Sie besser einen Installateur in Wien oder Niederösterreich rufen.

Welcher Druck ist bei einer Therme richtig?

Die Therme ist der Wärmeerzeuger Ihrer Heizung und arbeitet in einem geschlossenen Heizkreis. Damit das Heizungswasser zuverlässig durch Rohre und Heizkörper fließt, braucht das Heizsystem einen bestimmten Wasserdruck. Diesen Anlagendruck, auch Systemdruck genannt, zeigt Ihnen ein Blick auf das Manometer oder auf das Display Ihrer Therme.

Als Richtwert gilt für eine Wohnung bei kaltem System ein Druck am Manometer von etwa 1 bis 1,5 bar. Fällt der Druck unter 1 bar, fehlt Wasser in der Anlage. Liegt er im kalten Zustand deutlich über 2 bar, ist zu viel Wasser im System. In höheren Häusern braucht die Anlage mit jedem Stockwerk etwas mehr Druck, damit auch die oberen Heizkörper ausreichend versorgt werden. Den genauen Sollwert legt der Installateur fest. Oft ist er am Manometer mit einer Markierung gekennzeichnet.

Warum der Druck beim Heizen steigt

Wasser dehnt sich aus, wenn es warm wird. Beim Aufheizen dehnt sich das Heizungswasser aus und der Druck im Heizsystem steigt um einige Zehntel Bar an. Kühlt die Anlage ab, sinkt er wieder. Diese Schwankung ist völlig normal. Lesen Sie den Wasserdruck der Heizung deshalb am besten ab, wenn sie längere Zeit nicht gelaufen ist, zum Beispiel am Morgen. Erreicht der Druck beim Heizen etwa 3 bar, öffnet das Sicherheitsventil, um die Anlage zu schützen.

Woran Sie niedrigen Druck erkennen

Eine Therme verliert Wasserdruck oft schleichend. Nicht immer zeigt sich ein Druckverlust sofort auf dem Display. Diese Anzeichen deuten darauf hin, dass Ihre Heizung zu wenig Wasser hat:

  • Der Zeiger am Manometer steht unter der Markierung oder nahe 0 bar.
  • Einzelne Heizkörper werden nur teilweise oder gar nicht warm, oft zuerst die im oberen Stockwerk.
  • In den Rohren oder Heizkörpern ist ein Gluckern zu hören.
  • Die Therme schaltet sich mit einer Störmeldung ab.
  • Bei einer Kombitherme kommt manchmal auch kein Warmwasser mehr, weil das Gerät bei zu niedrigem Druck komplett sperrt.

Wenn der Druck auf 0 bar fällt, schaltet die Therme zum Schutz vollständig ab. Dann bleibt die Wohnung kalt, bis wieder genug Wasser im Heizsystem ist.

Therme verliert Druck: Die häufigsten Ursachen

Sinkt der Druck regelmäßig ab, fehlt Wasser im System. Irgendwo geht das Wasser also verloren, oder es hat sich Luft gesammelt. Es gibt viele Ursachen, warum die Anlage Druck verliert. Die folgenden kommen in der Praxis besonders häufig vor.

Luft im Heizsystem

Nach dem Entlüften der Heizkörper sinkt der Druck immer etwas ab. Die Luft, die vorher Platz im System eingenommen hat, ist entwichen, und diese Menge Wasser fehlt nun. Das ist kein Defekt. Nach dem Entlüften sollten Sie deshalb immer den Druck prüfen und bei Bedarf Wasser nachfüllen.

Defektes Ausdehnungsgefäß

Eine häufige Ursache für sinkenden Druck ist das Ausdehnungsgefäß. Dieses Bauteil fängt die Volumenänderung des Heizungswassers auf. Im Inneren trennt eine Membran das Wasser von einem Gaspolster. Verliert das Polster mit der Zeit an Vordruck oder reißt die Membran, kann das Gefäß seine Aufgabe nicht mehr erfüllen. Ist das Ausdehnungsgefäß defekt oder falsch eingestellt, baut die Anlage beim Heizen einen zu hohen Druck auf, bis das Sicherheitsventil öffnet und Wasser ablässt. Kühlt die Anlage danach ab, ist der Druck zu niedrig. Dieses Muster ist typisch, wenn die Anlage ständig Druck verliert, ohne dass Wasser sichtbar austritt. Genau das steckt oft hinter der Suche „Heizung verliert Druck kein Leck“: Die Therme verliert Druck, obwohl nirgends Wasser tropft.

Tropfendes Sicherheitsventil

Das Sicherheitsventil schützt die Anlage vor zu hohem Druck. Öffnet es häufig oder schließt das Ventil nicht mehr ganz dicht, geht laufend Wasser verloren. Das Ventil sitzt meist direkt an der Therme, also in der Nähe des Wärmeerzeugers, und führt oft in einen Abfluss. Der Wasserverlust fällt deshalb gar nicht auf, obwohl das Wasser läuft.

Undichte Stellen im Heizsystem

Kleine Leckagen an Heizkörperventilen, Verschraubungen oder Rohrverbindungen verlieren oft nur wenige Tropfen am Tag. Das Wasser verdunstet an warmen Rohren, bevor Sie es bemerken. Achten Sie auf Kalkränder, Rostspuren oder feuchte Stellen unter jeder Heizfläche und an sichtbaren Leitungen. Schon eine einzige undichte Stelle reicht aus: Die Heizung verliert Wasser, und der Druck sinkt. Liegen Rohre in Wand oder Boden, ist ein Leck oft nicht sichtbar. Dann hilft nur eine Leckortung durch den Fachmann.

Defekt in der Therme

Auch im Gerät selbst kann Wasser austreten, etwa an der Umwälzpumpe, an einer Dichtung oder am Wärmetauscher. Ist ein Bauteil im Inneren des Wärmeerzeugers undicht, liegt ein Defekt vor, den Sie von außen kaum bemerken. Eine Gastherme verliert dann Wasser direkt im Gehäuse. Bei einer Kombitherme kann ein undichter Wärmetauscher zudem dazu führen, dass der Druck unerwartet steigt, weil Leitungswasser in den Heizkreis gelangt. Solche Fehler kann nur ein Fachmann feststellen, denn Arbeiten am Gerät gehören in die Hände eines Installateurs. Welche Bauform bei Ihnen verbaut ist, erklären wir im Ratgeber Brennwerttherme vs. Kombitherme.

Therme verliert Druck: Was tun?

Bevor Sie handeln, verschaffen Sie sich einen Überblick. So können Sie die Ursache finden oder zumindest eingrenzen:

  1. Druck ablesen: Prüfen Sie den Wert am Manometer bei kalter Anlage.
  2. Sichtprüfung: Suchen Sie an Heizkörpern, Ventilen und unter der Therme nach feuchten Stellen oder Kalkspuren.
  3. Sicherheitsventil beobachten: Tropft es aus dem Ablaufschlauch unter der Therme, ist das ein wichtiger Hinweis.
  4. Wasser nachfüllen: Liegt der Druck unter dem Sollwert, füllen Sie nach, wie im nächsten Abschnitt beschrieben.
  5. Beobachten: Notieren Sie den Druck in den folgenden Tagen. So erkennen Sie, wie schnell die Werte sinken.

Wasser in die Therme nachfüllen: So geht es

Wasser nachzufüllen ist bei den meisten Anlagen einfach. Viele Kombithermen haben dafür einen eigenen Füllhahn an der Unterseite. Bei anderen Heizungsanlagen erfolgt das Nachfüllen über einen Schlauch am Füllventil der Heizung. Schauen Sie im Zweifel in die Bedienungsanleitung Ihres Geräts.

  1. Heizung ausschalten und abkühlen lassen: Füllen Sie nur bei kalter Anlage nach, dann lesen Sie den Druck richtig ab.
  2. Schlauch vorbereiten: Wird ein Schlauch benötigt, füllen Sie ihn vorher vollständig mit Wasser. So gelangt keine Luft ins System.
  3. Langsam befüllen: Öffnen Sie den Füllhahn vorsichtig und beobachten Sie dabei das Manometer.
  4. Sollwert erreichen: Schließen Sie den Hahn, sobald der empfohlene Druck erreicht ist, meist etwa 1,5 bar.
  5. Heizkörper entlüften: Mit frischem Wasser gelangt oft etwas Luft ins System. Entlüften Sie die Heizkörper und prüfen Sie den Druck danach erneut.
  6. Heizung wieder starten: Schalten Sie die Therme ein und kontrollieren Sie, ob alle Heizkörper warm werden.

Wichtig: Füllen Sie nicht zu viel Wasser nach. Ist der Druck zu hoch, öffnet das Sicherheitsventil beim Aufheizen. Wenn Sie unsicher sind, übernimmt unser Thermen Kundendienst das Nachfüllen für Sie.

Wie oft ist Nachfüllen normal?

Ein- bis zweimal pro Jahr etwas Wasser nachzufüllen ist bei vielen Anlagen normal, etwa nach dem Entlüften zu Beginn der Heizperiode. Müssen Sie dagegen jede Woche oder sogar täglich nachfüllen, verliert die Heizung Druck durch einen Defekt. Ihre Anlage verliert ständig Druck? Dann hilft Nachfüllen nur kurzfristig. Häufiges Nachfüllen bringt außerdem ständig frisches, sauerstoff- und kalkhaltiges Wasser ins System. Das fördert Korrosion und Ablagerungen in Therme und Heizkörpern und kann mit der Zeit zu Schäden an der Heizungsanlage führen.

Wann Sie einen Installateur rufen sollten

Fällt der Druck immer wieder ab, sollten Sie die Anlage von einem Fachbetrieb prüfen lassen. Das gilt vor allem in diesen Fällen:

  • Sie müssen häufiger als ein paar Mal im Jahr Wasser nachfüllen.
  • Der Druck fällt innerhalb weniger Tage deutlich ab.
  • Der Druck steigt beim Heizen stark an und sinkt danach deutlich.
  • Aus dem Sicherheitsventil tropft regelmäßig Wasser.
  • Unter der Therme bildet sich eine Pfütze.
  • Die Therme zeigt trotz Nachfüllen weiterhin eine Druckstörung.
  • Der Druck steigt, ohne dass Sie Wasser nachgefüllt haben.

Unsere Techniker prüfen den Vordruck des Ausdehnungsgefäßes, das Sicherheitsventil und die Dichtheit der Anlage. So finden wir die Ursache, statt nur das Symptom zu behandeln. Riecht es an der Therme zusätzlich nach Gas, gilt eine andere Reihenfolge: zuerst den Gas-Notruf 128 anrufen. Was Sie dabei beachten müssen, lesen Sie im Ratgeber Gasgeruch an der Therme. Fällt Ihre Heizung im Winter komplett aus, erreichen Sie unseren Thermen Notdienst in Wien und Niederösterreich rund um die Uhr.

So beugen Sie Druckverlust an der Therme vor

Viele Ursachen für Druckverlust entwickeln sich langsam. Mit einer regelmäßigen Wartung ist es möglich, sie frühzeitig zu erkennen. Bei der Thermenwartung Wien kontrollieren wir unter anderem den Vordruck im Ausdehnungsgefäß und die Funktion des Sicherheitsventils. Stellen wir Abweichungen fest, korrigieren wir sie, bevor die Therme im Winter Druck verliert. Das gilt für Wohnungen ebenso wie für größere Heizungsanlagen in Häusern. Wie oft eine Wartung sinnvoll ist, lesen Sie im Ratgeber Wie oft Gastherme warten?

Zusätzlich helfen Ihnen diese Gewohnheiten:

  • Prüfen Sie den Druck zu Beginn der Heizsaison und danach einmal im Monat.
  • Entlüften Sie die Heizkörper im Herbst und füllen Sie danach bei Bedarf Wasser nach.
  • Kontrollieren Sie Heizkörperventile und sichtbare Leitungen gelegentlich auf feuchte Stellen.
  • Notieren Sie, wann Sie Wasser nachfüllen. So erkennen Sie schleichende Verluste früh.

Überblick: Was Ihnen der Druck an der Therme verrät

Beobachtung Bedeutung und Maßnahme
Druck bei kalter Anlage etwa 1 bis 1,5 bar Normalbereich in der Wohnung, kein Handlungsbedarf
Druck steigt beim Heizen leicht an Normal, weil sich warmes Wasser ausdehnt
Druck unter 1 bar bei kalter Anlage Wasser nachfüllen und Druck beobachten
Druck sinkt nach dem Entlüften Normal, einmal Wasser nachfüllen
Gluckern in den Heizkörpern Luft im System, entlüften und Druck prüfen
Nachfüllen jede Woche nötig Undichtheit oder Defekt, Installateur rufen
Druck steigt beim Heizen stark, danach Verlust Ausdehnungsgefäß prüfen lassen
Sicherheitsventil tropft Druck zu hoch oder Ventil defekt, Fachbetrieb verständigen
Druck steigt ohne Nachfüllen Möglicher Defekt im Wärmetauscher, Kundendienst rufen

Fazit: Wenn die Therme Druck verliert, zählt die Ursache

Ihre Therme verliert Druck? Dann hilft Wasser nachfüllen oft sofort. Nach dem Entlüften oder einmal im Jahr ist das völlig normal. Verliert die Heizung jedoch regelmäßig Druck, steckt meist ein defektes Ausdehnungsgefäß, ein tropfendes Sicherheitsventil oder eine Undichtheit dahinter. Dann sollten Sie die Anlage prüfen lassen, bevor Folgeschäden entstehen. Mit einer jährlichen Wartung erkennen wir solche Schwachstellen früh. Als Fachbetrieb für Wien und Niederösterreich finden wir die Ursache und sorgen dafür, dass die Heizung den Druck wieder zuverlässig hält.

Hinweis: Dieser Beitrag fasst die Rechtslage sachlich zusammen und ersetzt keine Rechtsberatung. Stand: Oktober 2026.